
"Ausstellung Wald" der Ignaz-Heim-Schule
24.05.2012 -Jahreshauptversammlung der Sportschützen Renchen e.V.
25.05.2012 - 20:00Interessantes aus der Renchener Geschichte
25.05.2012 - 21:00
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!
Am Sonntag, dem 10. 1. 2010, haben wir mit der Auftaktveranstaltung, die sehr gut besucht war, unser Jubiläumsjahr begonnen. In deren Rahmen begannen wir auch mit dem offiziellen Verkauf unserer Festschrift, die wir Ihnen auf diesem Wege etwas näher vorstellen möchten. Natürlich stellt man sich einige Fragen, bevor man mit einer solchen Arbeit beginnt, die nun über ein halbes Jahr andauerte und im Endergebnis 124 Seiten ergab.
Wozu braucht man überhaupt eine Festschrift? Was ist Sinn und Zweck einer solchen Veröffentlichung? Wie soll man ihren Inhalt gestalten? Ginge unser 725-jähriges Dorfjubiläum nicht auch ohne eine derartige Schrift über die Bühne?
Die letzte Frage ist unzweifelhaft mit „Ja“ zu beantworten, unserem Fest täte dies sicherlich keinen Abbruch, wenn keine Festschrift vorläge und doch …. aus unserer Sicht –und ich hoffe Sie stimmen uns da zu- bliebe inhaltlich ein großes Manko, denn so ein Ereignis kann nicht begangen werden, ohne Rückblick zu halten. Wir hätten sonst nämlich vor lauter Feiern vergessen, jenen zu gedenken, die vor uns lebten und die dieses Dorf zu dem machten, was wir heute vorfinden. Wir hätten vor lauter Feiern vergessen, darzustellen, wo die Wurzeln unserer Geschichte sind. Ja, und wir hätten vor lauter Festiväten schlichtweg übersehen, dass wir nur die Endglieder in der langen Kette derer sind, die in der Vergangenheit gearbeitet, gekämpft, gelitten und gestaltet haben, damit wir heute in unserem liebenswerten Erlach leben können. Es wäre wahrlich ein grandioser Fehler gewesen, einfach nur Jetzt und Heute ein Fest zu veranstalten, ohne im Rückblick die Geschichte unseres Dorfes und unserer Vorfahren zu würdigen.
Und weil dies so ist, steht nicht umsonst bereits auf der Innenseite dieser Schrift das bedenkenswerte Zitat unseres früheren Bundespräsidenten Richard v. Weizsäcker, das da lautet:
„Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart!“
… und -lassen sie uns noch zwei Überlegungsfragen anfügen:
Kann man die Gegenwart ohne das Wissen um die Vergangenheit verstehen? Kann man die Zukunft gestalten ohne die Umstände zu kennen, die bis zum Heute und Jetzt führten?
Diese Fragen sind rhetorischer Natur, d.h. sie beantworten sich quasi selbst, denn jeder Nachdenkende wird rasch begreifen, dass ohne eine Betrachtung der historischen Vorbedingungen kein sinnvolles Gestalten der Zukunft möglich wird.
Und so soll diese Festschrift, die nun anlässlich der 725-Jahr-Feier unseres Ortes veröffentlicht wird, hierzu einen weiteren Beitrag leisten. Sie ist einerseits zu verstehen als Referenz an unsere Vorfahren, in dem wir ihre Geschichte -so weit wir diese kennen- betrachten und die Leistungen von vielen zurückliegenden Generationen würdigen und ins rechte Licht setzen. Aus diesem Grunde beginnt sie inhaltlich logischerweise mit der Vergangenheit und beleuchtet unser Dorf in seinem Werdegang aus verschiedenen Sichtweisen.
Andererseits –und das ist ebenfalls wichtig- ist diese Festschrift aber auch eine Plattform, um den Istzustand des Jahres 2009/10 zu präsentieren. Auch aus dieser Perspektive betrachtet, wäre es eine große Unterlassungssünde gewesen auf eine derartige Veröffentlichung zu verzichten, denn wir Heutige hätten wiederum unsere Nachfahren um die Möglichkeit gebracht in 50 oder mehr Jahren noch einmal diese Schrift in die Hand zu nehmen, um eine Ahnung davon zu bekommen, wie sich unser Dorf im Jahre 2010 anlässlich seines Jubiläums präsentierte. So aber kann nun jeder Erlacher -jetzt und in künftigen Generationen- erkennen, welche Vereine und Vereinigungen es gab, welche Firmen sich hier angesiedelt hatten, auf welchem Stande Schule, Kirche, Kindergarten und die Gastronomie damals waren, wer als Bürgermeister und Ortsvorsteher fungierte, wie sich die kommunalpolitische Lage unseres Ortes gestaltete, welche Einkaufsmöglichkeiten es gab und noch einiges andere mehr.
Mit einem Blick auf das Festprogramm, seinen Aktionen und Angeboten, kann er des Weiteren nachvollziehen, wie die Erlacher 2010 die Tatsache gefeiert haben, dass ihr Ort vor 725 Jahren in einer Urkunde des Klosters Allerheiligen beweisbar zum ersten Male erwähnt wurde. So wurde in dieser Festschrift also versucht, die Geschichte unseres Dorfes erneut aufzublättern, das Vergangene mit dem Gegenwärtigen zu vergleichen und die Besonderheiten und Eigenheiten unserer Gemeinde und seiner Einwohner zu erkennen und darzustellen. Bei einer solchen Gelegenheit wird dem Verfasser, wie hoffentlich auch dem Leser, bewusst, was unsere Gemeinde so liebens- und lebenswert macht und dass dieser Istzustand nur durch gemeinsame Anstrengungen erreicht werden konnte. Auf dem Stolz über das Erreichte gilt es aber nun nicht sich auszuruhen, sondern daraus muss für uns und nachfolgende Generationen die Verpflichtung erwachsen in solidarischem Handeln das weiterzuführen, was uns übergeben worden ist. Mit der Feier dieses Jubiläums und der Herausgabe dieser Festschrift wollen wir genau dies tun, in der Hoffnung, dass die Gemeinschaftsleistung, ein solches Fest auszurichten, zum Impuls wird, die Zukunftsgestaltung unseres Dorfes aktiv weiterzuführen.
In diesem Sinne hoffe und wünschen wir uns eine gute Akzeptanz für diese Veröffentlichung. Bedenken Sie, wenn Sie sich für den Kauf entschließen, dass solche Dokumentationen mit jedem Jahr an historischem Wert gewinnen. Insofern lohnt sich der Vergleich mit einem excellenten Rotwein. Die Festschrift ist auf der Ortsverwaltung erhältlich. Der Preis beträgt 3 Euro. Darüber hinaus werden wir diese auch bei verschiedenen Anlässen im Vorfeld des Jubiläums anbieten und es wird auch einen Hausverkauf geben. Aus den oben beschriebenen Gründen wäre es schön, wenn in jedem Haushalt diese Veröffentlichung präsent wäre. Gerade auch für Neubürger ist es eine gute Gelegenheit, auf diesem Wege die Geschichte ihres Wohnortes kennenzulernen. Des Weiteren enthält die Schrift aber auch unser umfangreiches Festprogramm sowie das Angebot der zahlreichen Themenhöfe an den Festtagen am 12./13. Juni.
Und noch eine Anmerkung ganz zum Schluss: Trotz sorgfältigster Kontrolle bilden wir uns nicht ein, ein absolut fehlerfreies Werk abgeliefert zu haben. Deshalb: Wenn Sie einen Fehler finden, so halten Sie ihn ganz fest. Sie dürfen ihn nämlich behalten.
Horst L. Öhler, Redaktion
Herbert König, Ortsvorsteher und Herausgeber
