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Erlach hat jetzt ein weiteres "Schmuckstück"
Ein neu gestalteter Platz im Ortskern erinnert nun an das Jubiläum und den Gemeinschaftssinn der Ortschaft, mit einer kleinen Feierstunde wurde am Samstagnachmittag der Jubiläumsplatz bei der Kronenhalle eingeweiht. Er soll an das vielfältige ehrenamtliche Engagement der Bürgerschaft erinnern, das in der Vorbereitung und Durchführung des 725-jährigen Jubiläums der Ortschaft ebenso eindrucksvoll zur Geltung kam wie bei den Erfolgen im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft".
Eröffnet und musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Jugendkapelle des Musikvereins Erlach unter Leitung von Andrea Veit. "Fast auf den Tag genau vor einem Jahr feierten wir hier das 725-jährige Jubiläum unserer Ortschaft", rief Ortsvorsteher Herbert König in Erinnerung und machte deutlich, dass der außergewöhnliche Erfolg des Festwochenendes in erster Linie der lebendigen und hervorragend funktionierenden Dorfgemeinschaft zu verdanken war. "Die Vielfältigkeit, Kreativität und deren Elan aller Beteiligten war riesig", betonte er. Alle Beteiligten haben sich selbst übertroffen. Die Gäste waren von dem besonderen Flair der Veranstaltung beeindruckt, wie das hohe Lob und die vielen Komplimente bewiesen. Dank dieses Engagements und der vielen Spenden mussten vom städtischen Haushalt weniger Mittel in Anspruch genommen werden als bereitgestellt waren. Die vorbildlichen Leistungen und Erfolge im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" bezeichnete König als weiteren Grund, mit der Neugestaltung des Platzes ein ehrendes Zeichen zu setzen. Unter dem Leitsatz "Nicht nur Fassaden gestalten, sondern auch das Gemeinwesen" wurde in Erlach in den letzten Jahren Vorbildliches geleistet, und er war zuversichtlich, dass nach einer wohlverdienten Schaffenspause mit der guten Dorfgemeinschaft in Erlach noch viel bewegt und erreicht werden kann.
Dankesworte des Ortsvorstehers galten allen, die zur Gestaltung des Jubiläumsplatzes beitrugen. Neben dem Bürgermeister, der Bauverwaltung, dem Gemeinderat und Stadtgärtner Otto Maier dankte er Rainer und Karl-Ludwig Hüger, Martin Braun und der Firma Edgar Feger sowie den vielen ehrenamtlichen Helfern, aber auch den Anwohnern Ilse und Manfred König für die kooperative Zusammenarbeit und die Übernahme der Pflege des Platzes. Gemeinsam mit Bürgermeister Bernd Siefermann und Horst Oehler enthüllte der Ortsvorsteher dann Steine und Gedenktafel des Jubiläumsplatzes.
Horst Oehler, Mitglied des Ortschaftsrates und "Ideengeber" des Projekts, erläuterte anschließend die Intention, die der Gestaltung des Festplatzes zugrunde liegt. Der linke massive Sandstein trägt ein Zitat des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker als Inschrift: "Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart". Wichtig sei es, so Oehlers Interpretation dieser Aussage, als Dorfgemeinschaft nicht die Leistungen der Vorfahren zu ignorieren. Wer vor der Vergangenheit die Augenverschließt, werde auch unfähig, die Zukunft in respektvoller und würdigender Anerkennung für das Überlieferte zu gestalten. Der rechte massive Sandstein erinnert an das große Fest vor einem Jahr. Als verbindendes Glied dazwischen symbolisiert eine moderne Tafel mit dem Ortswappen die Aufgabe und Verpflichtung, die Zukunft mitzugestalten. Die Tafel verbinde Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und mache deutlich, dass es nur dann eine Zukunft für das Dorf gibt, wenn sich jeder, über den eigenen persönlichen Tellerrand hinaus, für die Allgemeinheit und die Weiterentwicklung von Erlach und seiner Bewohner einsetzt.
Verbunden mit dem Segen für alle, die diesen Platz gestaltet haben oder in Zukunft nutzen werden, nahm Pfarrer Albert Lehmann die Einweihung vor. Bürgermeister Bernd Siefermann erinnerte in seiner Ansprache daran, dass das Jubiläumsfest vor einem Jahr ein großes Ereignis für die Gesamtstadt und die Region war. Mit dem Jubiläumsplatz werde nun eine würdige Erinnerung gestaltet, die zudem auch kostengünstig verwirklicht werden konnte. Er stellte das vorbildliche Engagement heraus, das mit diesem Jubiläumsplatz gewürdigt wird, insbesondere aber auch Herbert König, den er als Motor und Vorbild bei allen Aktionen bezeichnete.