
"Ausstellung Wald" der Ignaz-Heim-Schule
24.05.2012 -Jahreshauptversammlung der Sportschützen Renchen e.V.
25.05.2012 - 20:00Interessantes aus der Renchener Geschichte
25.05.2012 - 21:00
Der Name entwickelte sich aus Reinichheim (Heim an der Rench) über Reinken, Rönken bis zum heutigen Renchen.
Renchen zählte vor dem Dreißigjährigen Krieg 180 Familien, danach waren es nur noch 17. Die Zeit zwischen 1800 und 1900 war durch eine starke Abwanderung gekennzeichnet. Hungersnöte und Arbeitslosigkeit förderten die Auswanderung nach Amerika. Die Armut der Bevölkerung, die bis 1900 überwiegend von der Landwirtschaft lebte, endete erst mit der Industrialisierung. Derzeit leben in Renchen 4.472 Menschen.
Am 10. Mai 1326 wurde dem damaligen Marktflecken die Stadtrechte verliehen. Durch die vollständigen Zerstörungen im Bauernkrieg und während des Dreißigjährigen Kriegs verlor Renchen jedoch die Stadtrechte, die erst im Jahre 1836 durch Großherzog Leopold von Baden wieder verliehen wurden.
Als im Jahr 1935 die neue deutsche Gemeindeordnung in Kraft trat, verlor Renchen die Stadtrechte ein zweites Mal. Aufgrund seiner großen historischen Vergangenheit wurden die Stadtrechte jedoch am 16. März 1950 wieder zuerkannt.
Die erstmalige Erwähnung Renchens datiert aus dem Jahre 1115.
Der Bauernkrieg in der Markgrafschaft Baden und in der Ortenau wurde durch den sog. „Vertrag von Renchen“ beendet, der am 25. Mai 1525 zwischen den Vertretern des Markgrafen von Baden, den Räten von Straßburg und der Ortenauer Ritterschaft im Schloss zu Renchen geschlossen wurde. Er erfüllte in zwölf Artikeln die Wünsche der Bauern.
Das Renchener Schloss, das der Sommersitz des Fürstbischofs von Straßburg war, wurde 1641 durch den französischen Obristen von Rosen abgebrannt.
Johann Jacob Christoph von Grimmelshausen war 1662 Schaffner auf der Ullenburg und von 1667 bis 1676 Schultheiß von Renchen. In dieser Zeit veröffentlichte er seine weltberühmten Romane.
Das Renchener Wappen stellt ein rotes Kleeblattkreuz auf silbernem Untergrund dar. Zweifellos bezieht es sich auf die 1318 urkundlich erwähnte Kirche zum Hl. Kreuz. Die Wappenfarben legte man 1906 endgültig in Anlehnung an den Schild des Hochstifts Straßburg (in Rot ein silberner Schrägbalken) fest.